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17.11.2017 : 23:47

Weiterbildung im Kontext der Digitalisierung

Die Digitalisierung hat die Arbeitswelt verändert und damit auch die Anforderungen an uns. Wir müssen neidlos erkennen, dass uns die junge Generation schon abgehängt hat. Diese Erkenntnis muss in unsere Aus- und Weiterbildung transformieren werden. Das „lebenslange“ Lernen muss als „lebensbegleitendes“ Lernen umgesetzt werden. Im nächsten Jahrzehnt werden viele Berufe vom Arbeitsmarkt verschwinden und durch neue digitale Berufsbilder ersetzt. Dabei muss sich auch die Qualität der beruflichen Erstausbildung verbessern. Die heutige Basis ist nicht ausreichend.

Den An- und Ungelernten muss eine Prozessqualifikation vermittelt werden, damit sie in unserer Leistungsgesellschaft nicht weiter abgehängt werden. Die Gewerkschaften fordern deshalb ein Recht auf Zeit- und Bildungsfreistellung während des Arbeitslebens. Jeder muss die eigene Gestaltung der Erwerbsbiographie im Auge behalten. Bildung ist so wichtig wie Arbeit und Gesundheit.

Neu in unserem Berufsleben ist die ernorme Geschwindigkeit der Veränderung. Deshalb ist aus der Sicht der Digitalisierung das lebensbegleitende Lernen so wichtig. Dazu gehören das Erlernen digitaler Grundkompetenz, die Vermittlung von projektbezogenen Kompetenzen sowie das Erlernen von Medienkompetenz.

Unsere Betrachtungsweise muss sich sicher darauf einstellen, dass es nicht mehr darum geht eine Stufe höher zu steigen sondern um das zu sichern was man hat.

 

Peter Müller, IMV Berlin